„Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad.“

ADAM OPEL (1837 – 1895)

Radfahren ist eigentlich genial. Praktisch, schnell, flexibel, sozial, gesund, nachhaltig, geld- und platzsparend, kinderfreundlich, kopf-befreiend und vieles mehr – eine feine Sache!

Bis man sich als Berufspendler auf den täglichen Weg macht…

Über die schrecklichen Verhältnisse, die ich mit meinen Kindern auf dem täglichen Weg zu Schule und Arbeit erleben muss, will ich an dieser Stelle gar nicht lamentieren. Dennoch sei kurz darauf hingewiesen, dass uns genau diese Verhältnisse sowie die Mut- und Ideenlosigkeit von Politik&Verwaltung daran grundsätzlich etwas zum Besseren zu verändern, augenscheinlich den Spaß am Radfahren vermiesen wollen.

Aber das funktioniert so nicht. Radfahren in der City hat für uns (und alle anderen Verkehrsteilnehmenden) so viele Vorteile, dass wir nicht, wie vom Straßenmanagement erwünscht, so viel wie möglich unser Auto nutzen. Wir fahren weiter mit dem Rad. Anstatt mir dies durch ständige Fehlplanungen und Missachtung von Nicht-Autofahrenden-Interessen und durch ewige Bevorteilung des Pkw-Verkehrs madig machen zu lassen, setze ich auf die Präsenz auf den Straßen!

Je mehr Radelnde unterwegs sind, desto besser für Alle! Weniger Parkplätze nötig, dafür mehr Platz für gute Rad- und Gehwege, Spielplätze und Grünflächen. Weniger Abgase und Lärm, dadurch bessere Aufenthaltsqualität für Alle (sogar den Einzelhandel). Weniger Unfälle mit schweren Personenschäden und Toten. Mehr Kommunikation in den Straßen anstatt Menschen in Blechbüchsen, die sich nicht unterhalten, sondern nur gegenseitig auf die Nerven gehen. Mehr Platz für die Motorisierten, die ihr Auto wirklich brauchen wie Behinderte, Dienstleister, Rettungsfahrzeuge etc.

Leider nehme ich eine enorme Diskrepanz wahr zwischen dem, was politisch gewollt, beschlossen und behauptet wird, und dem, was tatsächlich konzeptionell und planerisch umgesetzt wird. Also nutze ich mein kleines radpendler-Blog, um mal ein paar Dinge aufzuschreiben…

Nebenbei erwähnt, aber doch sehr wichtig, weil es vielen Menschen offensichtlich nicht gelingt, zwischen den verschiedenen Rollen, die man so als Mensch hat, ordentlich zu unterscheiden. Selbstverständlich bin ich bei der Bürgerinitiative ProRad Düren aktiv. Der/die/das kleine radpendler-Blog ist aber reine Privatsache.

Vielleicht noch erwähnenswert ist, dass ich zwar überzeugter Radfahrer und Radfahr-Lobbyist bin, jedoch bin ich als größtenteils Kurzstrecken-Pendler mit einem einzigen fahrbereiten Rad im Flur jetzt nicht gerade der klassische „Fahrrad-Freak“. Und ein Auto besitzen wir auch! Davon gibt´s aber kein Foto…

Auch Schrauben zählt nicht unbedingt zu meiner großen Leidenschaft. Dafür versuche ich die enthusiastischen ehrenamtlichen Schrauber des Dürener Sozialrads so gut es geht zu unterstützen. Aber das ist dann wiederum eher ein berufliches Ding und auch nur nebenbei erwähnt, weil dieses Projekt einfach aller Ehren wert ist!

Warum ich mit dem radpendler-Bloggen angefangen habe, beschreibe ich in meinem ersten Blogeintrag vom November 2019: Warum radpendler-Blog?

Nebenbei sei noch erwähnt, dass das radpendler-Dasein manchmal nur mit einer gewissen Portion Galgenhumor, Ironie oder Sarkasmus/Satire zu ertragen ist. Alle satirischen Stellen dieses Blogs sind durch transparente Hintergründe hervorgehoben.

Weshalb ich finde, dass noch viele andere Menschen am Rad drehen (sollten):


Besorg Dir ein Fahrrad. Wenn Du lebst, wirst Du es nicht bereuen.

MARK TWAIN, US-AMERIKANISCHER SCHRIFTSTELLER, 1835 – 1910

Mir ist es eingefallen, während ich Fahrrad fuhr.

ALBERT EINSTEIN ÜBER DIE RELATIVITÄTSTHEORIE, DEUTSCH-SCHWEIZERISCHER PHYSIKER UND NOBELPREISTRÄGER, 1879 – 1955

Das Fahrrad ist das zivilisierteste Fortbewegungsmittel, das wir kennen. Andere Transportarten gebären sich täglich albtraumhafter. Nur das Fahrrad bewahrt sein reines Herz

IRIS MURDOCH, ANGLO-IRISCHE SCHRIFTSTELLERIN UND PHILOSOPHIN, 1919 – 1999

Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.

JOHN F. KENNEDY, 35. PRÄSIDENT DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA, 1917 – 1963

Alle jene, die ihr Leben kontrollieren und nicht nur reine Kunden und Konsumenten bleiben möchten – diese Menschen fahren Fahrrad.

WOLFGANG SACHS, DEUTSCHER FORSCHER, HOCHSCHULLEHRER UND UMWELTSCHÜTZER, *1946

Fahrräder mögen sich ändern, aber Radfahren ist zeitlos.

ZAPATA ESPINOZA, US-AMERIKANISCHER JOURNALIST, *1960